Urbane Resilienz in der Stadterneuerung
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Urbane Resilienz in der Stadterneuerung
Klima, Krankheiten, Krieg und künstliche Intelligenz: Die aktuellen vier „globalen-K-Unsicherheiten“ unterstreichen die zentrale Rolle der Resilienz für die Stadterneuerung. Dabei ist das Verständnis von Resilienz ebenso umfassend und vielfältig wie die Herausforderungen selbst. Seit Einführung in die moderne Wissenschaft hat sich das Konzept der Resilienz von einer ökologischen Lehre über die Mechanik der Widerstandsfähigkeit in der Natur hin zu einem evolutionären, sozial-ökologischen Konzept entwickelt. Bezogen auf die gebaute Umwelt und städtische Gesellschaften wird vor allem die Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit betont. Dazu gehören unter anderem Werkzeuge, Methoden und Prozesse der Stadterneuerung. UN-Habitat definiert „Urbane Resilienz“ als ein dreifaches Konzept: der Schutz, die Anpassung sowie die Transformation von Städten.
Der Resilienzdiskurs in der Planung reicht von der Steuerbarkeit der Lebensumwelt bis hin zum Verständnis der Stadt als ein komplexes Funktions- und Infrastruktursystem. Die gebaute Umwelt ist zahlreichen Einflüssen ausgesetzt, die wiederum eigenen Dynamiken unterliegen. Für die Stadterneuerung bedeutet das, Resilienzansätze nicht nur als ein statisches Konzept zu sehen, sondern als ein adaptives und transformatives, das gleichzeitig Robustheit garantiert. Der Bestand mit seinem breiten Nutzungsspektrum soll als Lebensgrundlage und Ressource erhalten und weiterentwickelt werden. Der Diskurs unterstreicht dabei, dass Stadterneuerung sich nicht auf die Fortentwicklung von Bauwerken, Freiflächen und technischen Systemen beschränken kann, sondern soziale, kulturelle und politische Aspekte des Raums und ihre Widerstandsfähigkeit eine wichtige Rolle spielen.
Hintergrund
Seit 2008 veranstaltet der Arbeitskreis Stadterneuerung an deutschsprachigen Hochschulen jährlich eine Tagung zu wechselnden Fragestellungen zur Stadterneuerung, um die Problemwahrnehmung zu schärfen, die Fachdebatte anzuregen und einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Stadterneuerung in Deutschland zu leisten. Ausgewählte Vorträge werden anschließend im Jahrbuch Stadterneuerung veröffentlicht.
Teilnehmende Institutionen
Berner Fachhochschule, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Büro STADTGUUT, City Institute Lviv - Resilience Hub, Deutsches Institut für Urbanistik, EBP GmbH, Frankfurt University of Applied Sciences, Hochschule für Technik Stuttgart, Kyiv National University of Construction and Architecture, Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Stadtkümmerei GmbH, Technische Universität Berlin, Technische Universität Dortmund, Universität Augsburg
Informationen
Veranstalter*innen
Arbeitskreis Stadterneuerung an deutschsprachigen Hochschulen gemeinsam mit dem Fachgebiet Stadtplanung und Bestandsentwicklung der TU Berlin und dem Lehrstuhl Stadtplanung der RPTU Kaiserslautern-Landau
Herausgeberteam Jahrbuch Stadterneuerung:
Uwe Altrock (Universität Kassel), Grischa Bertram (Bauhaus
Universität Weimar), Detlef Kurth (RPTU Kaiserslautern-Landau),
Jan Polívka (TU Berlin)
Renée Tribble (TU Dortmund)
Anmeldung und Kontakt
Anmeldung bis 30.11.2025 unter
Prof. Dr.-Ing. Detlef Kurth
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Lehrstuhl Stadtplanung, Fachbereich Raum- und Umweltplanung
Prof. Dr.-Ing. Jan Polívka
Technische Universität Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung, Fachgebiet für Stadtplanung und Bestandsentwicklung
Organisationsteam
jbs-jahrestagung@isr.tu-berlin.de
Salzufer
Veranstaltungsort
Technische Universität Berlin, Campus Charlottenburg
A-Gebäude | Raum A 815 | 8. OG
Straße des 17. Juni 152 (Ernst-Reuter-Platz), 10623 Berlin






